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Thermisch behandeltes Holz


Werkstoffe
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» 3-Schicht-Platte Fichte thermisch behandelt
» wärmebehandeltes Holz


Durch eine spezielle Behandlung mit Hitze können die Eigenschaften von Holz dauerhaft verändert werden. Die wesentlichen Veränderungen sind:
- erhöhte Dimensionsstabilität (das typischen Quellen und Schwinden des Holzes wird stark reduziert)
- erhöhte Dauerhaftigkeit (gegen holzzerstörende Pilze und Witterungseinflüsse)
- Verringerung der Gleichgewichtsfeuchte
- Veränderung der Farbigkeit (rotbraune bis fast schwarze Töne)

Prinzipiell können alle Holzarten mit dem Verfahren behandelt werden. Derzeit werden hauptsächlich einheimische Nadel- (Kiefer/Fichte) und Laubholzarten (Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche) thermisch behandelt, um deren Einsatz auch im Außenbereich ohne Einsatz von Chemie ökologisch unbedenklich zu halten. Thermisch behandeltes Holz wird auch als Alternative zum Einsatz von Tropenholz z.B. für Terrassenbau und Gartenmöbel gesehen.
Innenausbauten und Möbel können in angenehmen dunklen Farben gehalten werden, ohne dafür teure und von weither transportierte Holzarten verwenden zu müssen.

Das Verfahren besteht aus einer zeitlich genau kontrollierten Erhitzung des Schnittholzes unter Entzug von Sauerstoff und Zugabe von Wasser bzw. Wasserdampf. Durch die Temperatur von ca. 190 bis 240 Grad Celsius und dem Dampfdruck werden dem Holz verschiedene Bestandteile (z.B. Harze) entzogen und die Eigenschaften der Zellwände des Holzes modifiziert.

Die Fähigkeit der Zellen Wasser aufzunehmen wird stark reduziert. Dadurch wird Wasser weitaus weniger und viel langsamer aufgenommen als bei unbehandeltem Holz. Somit quillt und schwindet das Holz um 50% weniger unter dem Einfluss wechselnder Feuchtigkeit und ist widerstandsfähiger gegen Pilze und Bakterien.

Darüber hinaus nimmt i.d.R. die Oberflächenhärte zu, die Elastizität und die Biegefestigkeit jedoch ab. Thermisch behandeltes Holz eignet sich daher nur bedingt für einen konstruktiven Einsatz. Aufgrund der erhöhten Sprödigkeit nach der Behandlung werden Leisten und Paneele schon vorher auf Format gesägt und profiliert. Bei der Montage muss ggf. vorgebohrt werden.

Die Wärmebehandlung dauert ca. 30 bis 60 Stunden je nach Verfahren und Holzart und wird in speziellen Anlagen durchgeführt. Durch die Dauer und Höhe der Temperatur lassen sich die resultierenden Veränderungen der Holzeigenschaften steuern. Derzeit finden je nach Hersteller unterschiedliche Verfahren Anwendung, die sich im Detail unterscheiden. Daher liegen noch keine einheitlichen Standards vor.

Da keine chemischen Zusatzstoffe verwendet werden und das Holz später normal kompostiert oder verbrannt werden kann, gilt das Verfahren als vorteilhaft gegenüber Anstrichen oder Imprägnierungen mit Salzen.

 
 
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